Akupunktur, Moxa und Guasha

Akupunktur:

Mit der Stimulation bestimmter Punkte können Blockaden gelöst und der Energiefluss in den Leitbahnen angeregt werden. Bei akuten Schmerzen kann eine lokale Wirkung angestrebt werden und es werden lokale Punkte oder sogenannte Ashi-Punkte genadelt. Bestimmte Akupunkturpunkte wirken segmental, d.h. sie wirken auf das zum jeweiligen Körpersegment gehörende Organ. Andere Punkte wiederum haben eine systemische Wirkung, d.h. sie wirken auf den gesamten Organismus. Diese Punkte können auch Stressempfinden und Emotionen beeinflussen.

Moxibustion:

Als Moxibustion wird das Verbrennen von Beifusskraut (Artemisia vulgaris oder Artemisia sinensis) über einem Akupunkturpunkt oder einem bestimmten Körperareal bezeichnet. Es lässt eine angenehme Wärme entstehen, führt Energie zu, erhöht die Zahl der roten Blutkörperchen, hat einen positiven Einfluss auf das Gewebe und stärkt das Immunsystem.

Es gibt unterschiedliche Anwendungstechniken:

Moxa-Zigarre Moxa-Zigarren werden über dem Akupunkturpunkt hin- und hergeführt.
Es gibt raucharmes Kohlenmoxa, das kaum riecht.
Moxa-Hütchen werden auf einer Unterlage (Ingwerscheiben, Knoblauchscheiben, Salz, Heilerde, Mehl etc.) auf den Akupunkturpunkt gesetzt. Moxa-Hütchen
Moxa-Rollen werden direkt auf der Nadel befestigt.

Fadenmoxa sind dünne Moxawürstchen, die mit Vaseline auf den Akupunkturpunkt geklebt werden. Sie werden ausgedrückt, bevor die Glut die Haut erreicht.

Die Moxa-Kiste ist ein Behältnis, das mit Moxa gefüllt und auf ein Körperareal gesetzt wird.

 

Schröpfen, Guasha:

Das Ansetzen von Schröpfköpfen verbessert den lokalen Gewebsstoffwechsel. Durchblutung, Lymphfluss und Nervensystem werden gestärkt. Auch lässt sich eine segmentale Wirkung auf die inneren Organe erzielen.

Guasha ist eine Schabetechnik und hat eine ähnliche Wirkung wie Schröpfen. Durch die segmentale Wirkung lassen sich auch akute Erkrankungen wie z.B. Erkältungen behandeln.